Pipelines

Eine Pipeline ist die zentrale Arbeitseinheit in Orderport. Sie beschreibt, wie Bestellungen einer bestimmten Art empfangen, transformiert und zugestellt werden – eine Pipeline für Ariba-Bestellungen, eine für Shopify, eine für Ihren internen Testlauf usw.

Bestandteile einer Pipeline

Bestandteil Funktion
Name Menschlicher Name, wird im Dashboard und in Logs angezeigt
Eingabeformat Was erwartet die Pipeline? (cXML, Shopware 6, EDIFACT …)
Ausgabeformat Was soll am Ende rauskommen? (openTrans, JSON …)
Mapping-Regeln Feld-für-Feld-Zuordnung zwischen Eingabe und Ausgabe
Inbound-Credentials (0..n) Wer darf Bestellungen einliefern?
Transporte (1..n) Wohin wird die transformierte Bestellung zugestellt?
Status Aktiv oder inaktiv
Webhook-URL Eindeutige URL, über die Bestellungen empfangen werden

Jede Pipeline ist eigenständig – sie hat ihre eigene URL, eigene Credentials und eigene Transporte. Mehrere Pipelines können unabhängig voneinander laufen.

Lebenszyklus

Anlage → (konfigurieren) → Aktiv → Deaktiviert → gelöscht
  • Anlage: Pipeline wird erstellt, ist zunächst inaktiv. Ohne Aktivierung nimmt sie keine Bestellungen an.
  • Aktivierung: Per Toggle auf der Detailseite. Voraussetzung: mindestens 1 aktiver Transport. Das System stellt das sicher, der Aktivierungs-Button ist sonst ausgegraut.
  • Deaktivierung: Jederzeit möglich. Eingehende Webhook-Aufrufe antworten dann mit HTTP 403 und Audit-Log-Eintrag. Bereits empfangene, aber noch nicht zugestellte Nachrichten bleiben in der Queue und werden weiterverarbeitet.
  • Löschen: Löscht die Pipeline inklusive aller Credentials und Transporte. Bereits verarbeitete Bestellungen bleiben erhalten (Audit / Forensik).

Typische Konfigurationen

Eine Pipeline pro Einkäufer

Sinnvoll bei cXML: ein großer Einkäufer (z. B. „Daimler Ariba Produktion"), dessen Bestellungen eine eigene Pipeline bekommen – eigene Webhook-URL, eigene Credentials, ggf. eigene Mapping-Regeln.

Eine Pipeline pro Ausgangs-Zielsystem

Sinnvoll, wenn Sie mehrere Shops betreiben: „Shopware 6 Shop A" schreibt an ERP-System 1, „Shopware 6 Shop B" an ERP-System 2 – zwei Pipelines mit unterschiedlichen Transporten.

Eine Pipeline pro Test-/Produktions-Stufe

Sinnvoll während Einführungsphasen: „Produktion" mit echtem ERP-Transport, „Test" mit E-Mail-Transport an eine Testadresse. Der Absender entscheidet über die URL, an welche Pipeline er liefert.

Aktivierungs-Voraussetzungen

Eine Pipeline lässt sich aktivieren, sobald sie:

  1. mindestens einen aktiven Transport hat
  2. ein gültiges Mapping oder eine Integration mit Auto-Map-Defaults

Credentials sind nicht zwingend. Eine Pipeline kann ohne Credential aktiv sein – sie akzeptiert dann alle eingehenden Requests mit gültigem Token. Für Produktivbetrieb sollten Sie aber immer mindestens eine Credential hinzufügen.

Standard-Verhalten bei Updates (update_behavior)

Pipelines kennen ein Verhalten, das bestimmt, was passiert, wenn eine aktualisierte Bestellung eintrifft (cXML type="update"):

  • retransmit (Default): Die Update-Nachricht wird neu transformiert und zugestellt. Ihr Zielsystem erhält die aktualisierte Bestellung als neue Nachricht.

Weitere Verhalten (z. B. „notify only") sind in Planung.

Technische Details

Eingabe- und Ausgabe-Formate

Eine Pipeline wählt genau ein Eingabe- und ein Ausgabeformat:

  • Eingabe: cXML, Shopware 6, Shopify, WooCommerce, EDIFACT, openTrans, Generisches JSON
  • Ausgabe: openTrans, JSON, JTL-Wawi

Nicht jede Kombination ist praktisch sinnvoll; die UI schlägt kompatible Paare automatisch vor.

Webhook-Token

Beim Anlegen der Pipeline erzeugt Orderport einen zufälligen Token, der Teil der Webhook-URL wird. Dieser Token ist nicht rotierbar – möchten Sie eine neue URL, legen Sie eine neue Pipeline an und deaktivieren die alte.

Zugriffsschutz

Jeder Pipeline-Zugriff wird doppelt geprüft: über den automatischen Mandanten-Filter und eine zusätzliche Autorisierungsprüfung. Ein unberechtigter Zugriff führt zu HTTP 403, nicht zu 200 und nicht zu 404. Mehr dazu im Mandantenmodell.

Nächste Schritte